Curriculum Grundausbildung Craniosacrale Traumatherapie
Wir den Tril, der isch mit Trauma und Therapie beschäftigt, auch von Anfang an mit in der Ausbildung, nicht auf einzelne Module aufgeteilt. In den Modulen 3 und 4 findet dann die endgültige Zusammenführung der Elemente statt.
Die eigentliche Ausbildung wird ergänzt durch Meditation, Selbstreflexion und Beobachtung der eigenen Entwicklung während der Ausbildung, sowie Arbeit am eignene Körper mit verschiedenen Techniken (Yoga, bewegte MEditaiton)-
Modul 1a
Einführung, Grundlagen, erste Schritte
Theorie
- Ursprünge
- Der primär respiratorische Rhythmus (PRM): Bedeutung, Zyklen, Phasen
- Fluida, In- und exspiratorische Phase, Stillpunkt
- Die Mobilität der intracranialen und intraspinalen Membranen
- Die Mobilität der Schädelknochen
- Die unwillkürliche Mobilität des Kreuzbeines zwischen den Darmbeinen
- Liquor cerebrospinalis: Produktion, Zirkulation und Resorption, Bedeutung
- Das glymphatische System
- Die Gehirn- und Rückenmarkshäute
- Die Ventrikel
- Faszien und Bindegewebe
- Geweberelease / Faszienunwinding
- Die Diaphragmata
- Behandlungstechniken
- Geweberelease
Praxis
- Palpation des craniosacralen Rhythmus
- Stillpunkt an den Füßen, CV4
- Transversale Faszientechniken an den Diaphragmata
- Palpation und Arbeit mit dem Duralschlauch

Modul 1b
Strukturen des Rumpfes
Theorie:
- Einführung Trauma
- Die Wirbelsäule
- Hals und Nacken:
- Das Atlantooccipitalgelenk
- Os hyoideum – Zungenbein
- Das Becken
Praxis
- Behandlungstechniken Atlantooccipitalgelenk / Zungenbein
- Wirbelextensionsmassage nach Breuss
- Unwindingtechniken

Modul 1c
Faszien
Theorie
- Grundlagen der Faszienarbeit
- Hintere und vordere Faszienkette, Seiten- und Spirallinie, Armlinien
- Beziehung Faszien / Emotionen
- Grundlagen der Faszienarbeit
- Faszien und Erinnerung
Praxis
- Anwendung der Faszienarbeit aus der Grundeinstellung der Craniosacraltherapie heraus
- Beine und Beckenregion
- Schultergürtel und obere Extremität
- Psychodynamik des M. Serratus anterior
- M. Trapezius als Teil der Rücken-Faszienkette
- HWS-Probleme in Beziehung zum M. scaleni
- Thoracic-Outlet-Syndrom

Modul 2a
Strukturen des Neocraniums
Theorie:
- Das Cranium
- Knochen
- Embryologie
- Gefäße
- Nerven
- Gehirn
- Schädelknochen im Detail
- Fehlstellungen
- Auswirkungen von Dysfunktionen
- Sphenobasiliarsynchondrose
- Bewegung der Schädelknochen
Praxis
- Befunderhebung
- Allgemeine Techniken zur Behandlung des Craniums:
- Os occipitale
- Os parietale
- Os temporale
- Os sphenoidale
- CV 4
- Falx cerebri, F. cerebellum, Tentorium cerebellum
- Craniosacrale Ttechniken mit Behebung von Läsionen:

Modul 2b
Strukturen des Viscerocraniums
Theorie:
- Viszerocranium
- Os maxillare
- Os mandibularis
- Kauapparat und -mechanik
- Dysfunktionen
- Os palatinum
- Vomer
- Augen und Augenhöhle
- Akupressurpunkte
- Rhythmen und Ebenen
Praxis:
- Arbeit mit den Rhythmen
- Behandlungstechniken für das Viszerocranium
- Augenarbeit

Modul 3a
Einführung in die Psycho- und Traumatherapie
Theorie:
- Der Biodynamische Ansatz in der Craniosacraltherapie
- Einführung in die Psychotherapie
- Geschichte
- Therapierichtungen
- Psychische Gesundheit
- Resilienz und Ressourcen
- Psychische Erkrankungen
- Psychotherapeutische Grundlagen
- Neurologie
- Das Nervensystem
- Der Nerv
- Funktionsweise der Nervenzellen
- Die Hirnnerven
- Die Hirnsinus
- Das dreieinige Gehirn
- Polyvagaltheorie
- 4 Ebenen Modell
Praxis:
- Katathymes Bilderleben I
- Sinusabflusstechniken
- Behandlung der Hirnnerven
- Embodiment / Symbolisierung / Mentalisierung
- Übungen aus dem Somatic Experiencing

Modul 3b
Emotionen, Schmerz und neuronale Regulation
Theorie:
- Emotionen
- Schmerz
- Schmerzformen
- Nozizeption
- Chronischer Schmerz
- Schmerz und autonome Regulation 21
- Körperpsychotherapie
- Embodiment
- Bewegungsfelder nach Boadello
- Focusing und Felt Sense
- Somato Emotionales Release
- Das achtsame Gehirn
- Neuronale Integration
- Kraft der Sprache und Bilder I
- Prozessbegleitung mit Worten
Praxis:
- Felt Sense
- Bewegung gegen Regression
- Sozial Engagement System
- Arcing und Energiezyste lösen
- Achtsamkeit
- Therapeutischer Dialog 68
- Umgang mit Gefühlen

Sonder-
veranstaltung-
Besuch der Pathologie der LMU München
Im Rahmen des Modul 3b besuchen wir die Pathologie der LMU München. Wir haben die Gelegenheit, uns die Strukturen, die wir in Händen halten, genauer zu betrachten.

Modul 4
Traumaarbeit
Theorie:
- Prinzipien von Therapie
- Verkörperte Emotionen
- Integration
- Bindung
- Biochemie der Bindung
- Entwicklungsphasen
- Bindungstypen
- Bindungsstörungen
- Schwangerschaft und Geburt
- Arbeit mit Trancezuständen
- Arbeit mit Anteilen
- Grundlagen aus dem Somatic Experiencing für unsere Arbeit
- Dissoziation
- Kraft der Sprache und Bilder II
- Aufstellungsarbeit
- Gestalttherapie
- Posttraumatisches Wachstum
Praxis:
- Übungen zur Traumaarbeit
- Therapeutischer Dialog
- Herzkontakt
- Katathymes Bilderleben
- Aufstellungstag

Prüfungsbedingungen
Gesamtstundenzahl
Es müssen mindestens 630 Stunden (840 Unterrichtsstunden zu 45 Minuten) Craniosacrale Fachausbildung nachgewiesen werden.
Aufteilung der Stunden:
Unterrichtsstunden
Craniosacraler Fachunterricht
400
Studium Fachliteratur
200
Hausaufgaben
50
Eigenerfahrung
25
Supervision
40
Intervision
40
Protokollierte Behandlungsstunden
135
Gesamt:
890
Craniosacraler Fachunterricht
Der Fachunterricht enthält die im Curriculum angegebenen Inhalte. Der Unterricht wird von der Dozentin Caroline Widmann abgehalten. Während des Kurses sind außerdem erfahrene Assistentinnen anwesend.
Studium Fachliteratur
Während der Ausbildung wird geeignete Fachliteratur vorgestellt und bei der Auswahl Hilfestellung geleistet. Das Studium derselben ist für die Ausbildung unerlässlich und liegt in der Eigenverantwortung des Teilnehmers.
Hausaufgaben
Zwischen den Kursen werden den Teilnehmern Hausaufgaben zur Nachbereitung des vorangehenden Kurses geschickt. Diese sind bis zum nächsten Block zurückzuschicken.
Facharbeit
Zum Abschluss der Ausbildung fertigen die Teilnehmer eine Facharbeit zur Craniosacralen Arbeit an. Es werden 3 Fragen gestellt, 1 Thema darf frei gewählt werden. Die Facharbeit ist der Ausbilderin zur Korrektur vorzulegen.
Eigenerfahrung
Eigenerfahrung soll nur bei ausgebildeten Craniosacralpraktizierenden genommen werden, geeignete Praktizierende können bei uns erfragt werden.
Supervision
Die Supervision dient der Reflexion und Erweiterung des Fachwissens und dessen praktischer Anwendung während der Ausbildung. Hier können auftauchende Fragen behandelt und Unklarheiten beseitigt werden.
Die Supervision erfolgt durch eine qualifizierte Craniosacralpraktizierende. Adressen erhaltet ihr von uns oder über die Seite des Craniosacralverbandes Deutschland: https://www.cranioverband.org/
Intervision
Die Intervision dient dem Lernen durch Üben und Austausch innerhalb der Ausbildungsgruppe in Theorie und Praxis.
Protokollierte Behandlungsstunden
Bei den Behandlungsstunden wird ein Protokoll der Sitzung geführt. Ein Musterprotokoll steht zur Verfügung.
Prüfungssitzungen
Zum Abschluss der Ausbildung leisten die Teilnehmer 3 praktische Prüfungssitzungen ab. Diese können abgelegt werden bei unserer Schule oder bei anderen qualifizierten Ausbildern (Adressen von uns). Der Teilnehmer sollte:
- einmal einen vertrauten Patienten
- einmal einen fremdem Patienten und
- einmal den Ausbilder selbst behandeln.
Bestätigungen
Der Besuch des Fachunterrichts wird von uns bestätigt. Die abgeleisteten Supervisionen/Intervisionen sowie die Eigenerfahrung
Nach Abschluss der kompletten Ausbildung wird dem Teilnehmer das Zertifikat überreicht.
